Unikat. Terrakotta. Am Boden signiert.
Wilhelm Loth (1920–1993) war ein deutscher Bildhauer und zählt zu den bedeutenden Vertretern der Neuen Figuration in der deutschen Nachkriegskunst. Geboren und gestorben in Darmstadt, orientierte er sich früh an Künstlern wie Wilhelm Lehmbruck und Ernst Barlach. Käthe Kollwitz bestärkte ihn bereits Ende der 1930er Jahre darin, sich ganz der Bildhauerei zu widmen. Von 1958 bis 1986 war Loth Professor für Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. 1964 nahm er an der documenta III in Kassel teil. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Kunstpreis der Stadt Darmstadt (1955), der Große Kunstpreis der Stadt Köln (1965) sowie das Bundesverdienstkreuz am Bande (1979).
Im Zentrum seines Œuvres steht die menschliche Figur, insbesondere der weibliche Körper, den Loth zunehmend abstrahierte und mit geometrischen Formen verband. Daneben erhielt er bedeutende öffentliche Aufträge, unter anderem für die Deutsche Botschaft in Lissabon (1970), das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg (1972) sowie die ehemalige Diplomatenschule des Auswärtigen Amtes in Bonn (1973).
Lit.: Stadt Karlsruhe (Hrsg.): Wilhelm Loth – Torso der Frau. Karlsruhe, 2001, S. 148, Abb. 124.
Dimensions:
Höhe: 37.0 cm | 14.57 in.
Breite: 21.0 cm | 8.27 in.
Tiefe: 15.0 cm | 5.91 in.